Aus der Arbeit des Demokratischen Forums der Deutschen in Mediasch.
Von Sorana Meteş
Das Mediascher Zentrumsforum bemüht sich, neben der Unterstützung seiner Mitglieder in Verwaltungsangelegenheiten und der Vertretung ihrer Interessen in den übergeordneten Gliederungen des Forums, um ein vielfältiges kulturelles Angebot, wobei die Kinder und Jugendlichen ein durchaus bevorzugtes und dankbares Publikum sind.
Am 20. März 2026 fand die Kindervorstellung „Die Ameise, die Grille und der kleine Knacker“ statt, eine künstlerische Inszenierung für ein junges Publikum mit pädagogischem und unterhaltsamem Charakter.Die Aufführung wurde von der unabhängigen Theatergruppe Katharsis Theatre inszeniert, einem aktiven Ensemble, das das Theater den Menschen, insbesondere den Kindern, näherbringt. Mit ihren Aufführungen möchte die Theatergruppe lebendige, freudvolle und sinnvolle Erlebnisse schaffen, bei denen die Kleinen nicht nur Zuschauer sind, sondern Teil der Geschichte werden.
Mit finanzieller Unterstützung der Abteilung für interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der rumänischen Regierung wurde im Schuller-Haus das Projekt „Die kleinen Hasen“ angeboten. Die Kinder der deutschen Schule hatten an drei Samstagen jeweils von 9.00 bis 14.00 Uhr die Möglichkeit, etwas über die Kultur und Zivilisation der Sachsen sowie über ihre Osterbräuche zu lernen. An den ersten beiden Samstagen bastelten die „Häschen-Schüler“ Osterdekorationen, schnitten Bilder aus und malten Motive, die sie mit Ostern in Verbindung brachten, und vergnügten sich anschließend mit verschiedenen spielerisch-pädagogischen Aktivitäten. Wir, die Veranstalter, stellten ihnen Unterrichtsmaterialien, Styropor-Eier und bunten Karton zur Verfügung, auch erhielten die Kinder jeden Tag eine kleinen Imbiß. Beim dritten Treffen lernten die Kleinen, Eier nach traditionellen Vorlagen und Techniken zu bemalen. Für diese Aktivität wurden 5 Wachslampen ausgeliehen, und sie erhielten zusätzliche Unterstützung beim Bemalen der Eier; außerdem erhielten sie Spezialstifte, Vorlagen mit traditionellen Motiven, 50 Eier, Hefte und Arbeitsblätter mit Motiven aus der Region Siebenbürgen und bemalten die Eier. Am Ende des Tages gab es für die Kleinen süße Überraschungen, über die sie sich freuten und die sie genüsslich verspeisten. An dem Projekt nahmen Mitglieder und Freunde des Mediascher Forums teil: Erzsebet Gazdag-Wenzel, Monica Gritto sowie die Lehrerinnen Sabina Popa und Iulia Gassmann.



Das Konzert „Der König des Swing – Tribut an Benny Goodmann“ am 28. März 2026 fand in einer lebhaften Atmosphäre statt und zog ein zahlreiches und bunt gemischtes Publikum an, das den Charme des klassischen Jazz wiederentdecken wollte. Die Veranstaltung erfreute sich großer Resonanz; der Saal war mit Dutzenden von Zuschauern gefüllt, die der Einladung zu einer musikalischen Reise in das goldene Zeitalter des Swing mit Begeisterung folgten. Das Quartett, bestehend aus Ciprian Dancu (Klarinette), Mihai Pîțan (Klavier), Sergiu Bodescu (Kontrabass) und Adrian Ban (Schlagzeug), bot eine künstlerische Darbietung von hoher Qualität und bewies dabei Professionalität, Zusammenhalt und eine hervorragende Beherrschung des Stils. Die Darbietungen zeichneten sich durch Raffinesse, Energie und Authentizität aus und es gelang, den besonderen Geist des von Benny Goodman geprägten Repertoires wiederzugeben.
Am 8. Mai 2026 fand ein Konzert im Rahmen des Projekts „Frühlingharmonie“ statt, das von Cătălin Stepa (Gitarre, Gesang) und Aurelian Epuraș (Klavier) bestritten wurde. Die Veranstaltung brachte Liebhaber von Volksmusik, Poesie und Kultur in einer herzlichen und interaktiven Atmosphäre zusammen.
Am 9. Mai 2025 wurde das Programm mit dem Titel „Mozart trifft Kabarett Kaktus“ präsentiert. Mitwirkende waren Elena Cristian an der Violine und Paul Cristian am Klavier sowie Carmen Elisabeth Puchianu, die vor einem begeisterten Publikum eigene Texte sowie Auszüge aus Mozarts Briefen vortrug. Elena und Paul Cristian spielten mehrere Sonaten von Wolfgang Amadeus Mozart.
Am 22. Mai fand im Schullerhaus ein Konzert statt, das klassische Raffinesse und romantische Intensität in Werken von Mozart, Rachmaninow sowie weiteren deutschen Meistern vereinte. Ebenfalls im Rahmen dieser Veranstaltung hatten wir das große Vergnügen, den talentierten Geigerinnen Burtan Mara Mihaela, Mihanos Anya und Danila Irina zuzuhören – engagierte und leidenschaftliche Schülerinnen unter der Leitung von Professor Gânsă Alexandru Horia. Die jungen Künstlerinnen haben sich durch Fleiß, künstlerische Sensibilität und herausragende Leistungen hervorgetan und sind Preisträgerinnen zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, die in Ländern wie Italien, Malta, Ungarn, Kanada, Frankreich und Polen stattfanden. Die Preisträgerinnen und die Sopranistin Anca Arnău wurden am Klavier vom Meisterpianisten Dr. Levi Kozma, Professor an der Musikakademie „Gheorghe Dima“ in Klausenburg begleitet.
Am 29. Mai fand in Schullerhaus ein Konzert statt, bei dem die Künstler zu einer musikalischen Reise durch das Werk des großen amerikanischen Komponisten Duke Ellington einluden. Mit einer außergewöhnlichen Besetzung, Liebe zum Detail und einem Gespür für das Grandiose präsentierte das Duo dem Publikum in Mediasch zum ersten Mal seine außergewöhnlichen Interpretationen von Ellingtons Werk. Dieses besondere Duo, das sich der Musik Duke Ellingtons widmet, besteht aus dem Berliner Gitarristen Torsten Papenheim und dem Stuttgarter Perkussionisten Daniel Kartmann, mit siebenbürgischen Wurzeln, geboren in Karansebesch und aufgewachsen in Eibesdorf, der Nachbargemeinde von Mediasch. (Daniel ist der Sohn unseres hochgeschätzten Pfarrers Rolf Kartmann). In Mediasch hat Daniel von 1988-1989 seine ersten beiden Schuljahre am Stefan-Ludwig-Roth Gymnasium verbracht und dort seine ersten Chorerfahrungen gemacht. Das Duo unternahm vom 28.05. bis 05.06.2026 eine Konzerttournee durch Rumänien.

Im Mai 2026 nahmen die Schüler der 10. Klasse des deutschsprachigen „Mathematik-Informatik-Zweigs“ des Theoretischen Gymnasiums „Roth-Oberth“ zusammen mit den Schülern der 10. Klasse „Mathematik -Informatik“ der zweisprachigen deutschen Abteilung des Nationalgymnasiums „George Coșbuc“ in Cluj-Napoca an einem interregionalen Bildungsprojekt teil. Die Veranstaltung fand in Mediaș und Schäßburg statt und hatte die Erkundung des deutschen Kulturerbes in Siebenbürgen zum zentralen Thema.
Das Projekt mit dem Titel „Auf den Spuren der deutschen Minderheit“ wurde im Rahmen einer Bildungspartnerschaft zwischen den beiden Schulen durchgeführt. Es wurde vom Siebenbürgen-Forum organisiert und vom Ministerium für interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung finanziert. Hauptziel war das Kennenlernen der kulturellen Werte der deutschen Minderheit in Siebenbürgen und die Stärkung der interethnischen Beziehungen durch nichtformale Bildung.
Die Schüler nahmen an verschiedenen pädagogischen und kulturellen Aktivitäten teil. Die Gäste wurden im Festsaal des Gymnasiums von Schulleiterin Ion Elena-Teodora, Frau Professorin Luca Andra und den Schülern der 10. Klasse begrüßt. Es folgten eine Besichtigung der Schule, ein Rundgang durch die Margareten-Kirche und ein Besuch des Steinmetzturms. Der Kurator des örtlichen Museums Viorel Ştefu hatte eine interaktive Präsentation vorbereitet. Anschließend begaben wir uns zum Rathaus, wo die beiden Robotik-Teams der Schule einen Workshop vorbereitet hatten. Das Mittagessen wurde für alle Teilnehmer im Restaurant Edelweiss serviert. Bei der Abreise erhielten sie Lunchpakete für das Abendessen. Den zweiten Teil des Tages verbrachten wir in Schäßburg. Nach einer 45-minütigen Busfahrt wurden wir vom Kulturbeauftragten des Zentrumsforum Schäßburg empfangen, der uns einen Rundgang durch die Burg gab. Die Schüler aus den beiden Städten verbrachten schöne Momente miteinander. Das Projekt wurde von den Deutschlehrerinnen Szasz Andrea und Istrate Claudia (Nationalgymnasium „George Coșbuc“) sowie Luca Andra und Toth Raphael (Theoretisches Gymnasium „Roth-Oberth“) koordiniert.


